Über uns - Ziele, Aufgaben & Projektbeteiligte

Ethische, rechtliche und sozioökonomische Aspekte des Genome Editing in der Agrarwirtschaft (ELSA-GEA)

Über uns - Ziele, Aufgaben & Projektbeteiligte

Bildquelle: H. Perner

Das Projekt deckt durch den umfassenden und transdisziplinären Ansatz ein großes Spektrum des Genome Editing im landwirtschaftlichen Kontext ab. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung der Stakeholder.

Stakeholder sind Organisationen, die sich mit Genome Editing in der Landwirtschaft beschäftigen. In drei Workshops werden Themen aus den Bereichen Recht, Ethik, Sozioökonomie und Naturwissenschaften diskutiert. Zusätzlich werden in einem systematischen Prozess ethische, rechtliche und sozioökonomische Aspekte zusammengetragen sowie Risikoabschätzungen erarbeitet.

Methoden & Risikobewertung

Das Ziel ist dazu beizutragen, eine Grundlage zu schaffen, auf der zukünftig eine harmonisierte und angemessene Risiko/Nutzen‐Abschätzung des Genome Editing vorgenommen werden kann. Dazu werden fortlaufend Daten über den Einfluss des Genome Editing bei Pflanzen und Tieren in Form von „systematic reviews“ und „evidence maps“ gesammelt.

Verantwortliche Partnerinstitution: Julius Kühn-Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI). Die besondere Stärke des Julius Kühn-Instituts besteht in der Verknüpfung seiner gesetzlich begründeten Aufgaben mit eigenen Forschungsarbeiten. Die Aufgaben des Instituts leiten sich vorwiegend aus dem Gentechnikgesetz ab (Quelle: https://www.julius-kuehn.de/sb/).

Forschungsteam: Dr. Frank Hartung, Dr. Thorben Sprink, Prof. Dr. Joachim Schiemann, Dominik Modrzejewski, Dörthe Krause; Extern: Dr. Armin Spök und Sandra Karner von der Alpen-Adria Universität Klagenfurt-Wien-Graz.

Sozioökonomie

Das Ziel ist die Analyse und Bewertung der sozio-ökonomischen Folgen der Nutzung von Genome Editing für die landwirtschaftliche Wertschöpfungskette (Züchtung, landwirtschaftliche Praxis, Handel und Konsum) sowie für die Gesellschaft und die Umwelt.

Verantwortliche Partnerinstitution: Julius-Kühn Institut für Strategien und Folgenabschätzung - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI). Hier werden Konzepte und Handlungsoptionen für die integrierte Pflanzenproduktion und für den Ökolandbau entwickelt. Dabei beachten sie die gesellschaftlichen Anforderungen in Bezug auf eine nachhaltige Landwirtschaft. Besonders gilt es, die vielschichtigen Auswirkungen von aktuellen und zukünftigen Entwicklungen auf dem Gebiet der Landbewirtschaftung und in deren Umfeld abzuschätzen (Quelle: https://www.julius-kuehn.de/sf/).

Forschungsteam: Dr. Hella Kehlenbeck, Jovanka Saltzmann, Oliver Maaß

Ethik

Das Ziel ist es, den Anspruch der Verbraucherinnen und Verbraucher auf Wahlfreiheit beim Konsum von pflanzlichen und tierischen Produkten, die mit Hilfe des Genome Editing entwickelt wurden, in einer ethischen Perspektive zu untersuchen und zu diskutieren.

Verantwortliche Partnerinstitution: Das Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaft (TTN) wurde 1993 gegründet und ist ein An-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Rahmen von Drittmittelprojekten arbeitet es zu kontroversen ethischen Fragen in der Medizin, den Bio- und Technikwissenschaften sowie dem Agrarsektor. Im Zentrum von Forschung und Lehre steht die Idee des Dialogs und der interdisziplinären Zusammenarbeit. Das Institut TTN lädt regelmäßig zu Konferenzen und Workshops, Expertenkreise und Nachwuchsgruppen ein. Sie kooperieren mit anderen Institutionen, wie zum Beispiel mit der Evangelischen Akademie Tutzing und der Acatec während der  Dialogveranstaltung „Genome Editing - Müssen wir über Gentechnik in der Landwirtschaft neu nachdenken?“ im Oktober 2017. Das Institut unterhält zwei Webseiten für den interdisziplinären Dialog in der Ethik: www.ttn-institut.de und www.pflanzen-forschung-ethik.de

Forschungsteam: Dr. Stephan Schleissing, Sarah Bechtold

Recht

Das Ziel ist die vergleichende Untersuchung und Bewertung der aktuellen nationalen, europäischen und internationalen Rechtslage für neue Genome Editing Technologien. Insbesondere mit Blick auf betroffene Grund- und Menschenrechte, Biosicherheit (Biosecurity und Biosafety) sowie Verbraucherschutzaspekte.

Parallel zur rechtlichen Analyse wird ein Konzept hinsichtlich der Kategorien von Gentechnische Veränderung (GM), Gentechnisch Veränderte Organismen (GMO), Genome Editing (GE) und Genome Edited Organisms (GEO) erarbeitet.

Verantwortliche Partnerinstitution: Das Centre for Ethics and Law in the Life Sciences (CELLS) ist eine als Leibniz Forschungsinitiative eingerichtete interdisziplinäre Forschungs- und Kompetenzzentrum der Leibniz Universität Hannover. Es bearbeitet Forschungsprojekte zu ethischen und rechtlichen Fragen in den Lebenswissenschaften.

Forschungsteam: Prof. Dr. Nils Hoppe, Prof. Dr. Thomas Reydon, Dr. Jürgen Robienski, Martin Wasmer

Kommunikation

Das Ziel ist zum einen die Analyse des kommunikativen Umfelds von Genome Editing in der Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der relevanten Akteure. Auf Basis der Ergebnisse dieser Analyse erfolgt die Veröffentlichung der Ergebnisse des ELSA‐GEA Projekts.

Verantwortliche Partnerinstitution: Das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam. Der Schwerpunkt der Arbeiten des Instituts liegt auf der Erforschung von Prozessen, die das pflanzliche Wachstum und die Biomasseproduktion bestimmen oder beeinflussen.

Forschungsteam: Dr. Matthias Arlt, Dr. Henrike Perner