Supermarkt ErbUndGut

Auf welche Geschichte schauen Lebensmittel der Zukunft zurück?


Im Museum für Naturkunde Berlin hat eine temporäre Installation ErbUndGut im neugeschaffenen Experimentierfeld zu Lebensmitteln bis zum 15. Mai geöffnet. Sie macht die Züchtungsgeschichte und Entstehungswege von Lebensmitteln, denen wir täglich im Supermarkt begegnen, nicht nur sicht- sondern auch hörbar.

Alberto de Campo und Kathrin Hunze bei der Kartoffelperformance. Bildquelle: H. Perner
Alberto de Campo und Kathrin Hunze bei der Kartoffelperformance. Bildquelle: H. Perner

In geheimnivollen Schwarzlicht leuchten Informationen über den Einsatz von neuen Züchtungsmethoden, wie Genome Editing, auf. Hörstationen laden dazu ein, dem Klang der Züchtungsgeschichte von Weizen und Kartoffeln zu lauschen.

Ziel des Supermarktes ist es, anhand ausgewählter Geschichten einen Zugang zum Thema Pflanzenzüchtung zu ermöglichen, hinter die Fassaden von etwas zu schauen, das wir im Supermarkt normalerweise nicht sehen. Wie empfinden die Besucher Pflanzenzüchtung und welchen Umgang wünschen sie sich mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln? Diesen Forschungsfragen gehen Julia Diekämper und Kathrin Vohland des Forschungsprojekts GenomELECTION in ihrer temporären Installation im neugeschaffenen Experimentierfeld des Museums für Naturkunde nach.

Entstanden sind die Klangbeispiele und die Installation in enger Kooperation mit dem Projekt ELSA-GEA, dem Projekt PLANT2030 und dem Deutschland Radio Kultur, der Universität Bielefeld und der Universität der Künste. Die drei Künstler Alerto de Campo, Kathrin Hunze und Thomas Hermann haben die Klangbeispiel geschaffen und die Ausstellung mit einer "Kartoffelperformance" eröffnet. Ein echtes Erlebnis.

Die Aufgaben von ELSA-GEA und PLANT 2030 lagen vorallem in der wissenschaftlichen Beratung und der Suche nach geeigneten Datensätzen aus der Pflanzenforschung.