Über uns - Workshop & Meinungen

Einbeziehung von Stakeholdern in den Dialog um Genome Editing in der Landwirtschaft

Über uns - Workshop & Meinungen

Bildquelle: M. Arlt

Innerhalb des ELSA-GEA Projekts werden Stakeholder zu drei Themen-Workshops eingeladen.

Die Stakeholder sind Interessensgruppen, die sich speziell für das Thema Genome Editing in der Landwirtschaft interessieren. Das sind vor allem Organisationen aus den Bereichen Biotechnologie, Züchtung, Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und -handel, Berufsverbände, zivilgesellschaftliche Akteure wie Umwelt-, Verbraucherschutz- und Tierschutzgruppen, kirchliche Gruppen, Behörden und Politikakteure sowie Forschergruppen. Manche dieser Organisationen regulieren oder bewerten die Technologie im Hinblick auf gesundheitliche, umweltbezogene sowie anderweitige gesellschaftliche und individuelle Chancen und Risiken. Andere wenden Genome Editing an oder erwägen dies zu tun.

Was ist das Ziel der Stakeholdereinbeziehung?

Ziel der Stakeholdereinbeziehung ist zu informieren und die Sichtweisen und Einschätzung der Stakeholder dazu besser kennen zu lernen. Damit will ELSA-GEA zur informierten Meinungsbildung beitragen sowie mögliche Herausforderungen und vielversprechende Innovationspfade für die Entwicklung und praktische Anwendung dieser Technologie identifizieren.

Wie werden Stakeholder einbezogen?

Wir werden im Jahr 2018 und 2019 drei Stakeholderworkshops durchführen. Mögliche Stakeholder aus dem deutschsprachigen Bereich (Schwerpunkt: Deutschland) werden zuvor systematisch erhoben und via E-Mail eingeladen.

Darüber hinaus werden Stakeholder in andere Form miteinbezogen, in kleinen Beratungsgruppen, durch Interviews etc.

Was haben die Stakeholder davon?

Stakeholder können sich im Rahmen der geplanten Workshops umfassend und aktuell zu technischen, anwendungsbezogenen, risikobezogenen, regulatorischen, ethischen und sozioökonomischen Aspekten von Genome Editing informieren. Unklarheiten, offen Fragen, unterschiedliche Einschätzungen können in direkter Interaktion erörtert, Herausforderungen und gangbare Innovationspfade identifiziert werden.

Was sind die Themen?

  • Am 8. - 9. November 2018 diskutierten im Rahmen des ersten ELSA-GEA Workshop Interessierte aus Züchtung, Landwirtschaft, Lebensmittel- und Futtermittelproduktion, Umwelt- und Verbraucherschutz, Behörden und Wissenschaft zum Thema Genome Editing für die Landwirtschaft in Deutschland und Europa - Perspektiven für Anwendung und Regulierung nach dem EuGH-Urteil in Berlin. Ziel des Workshops war mit VertreterInnen von Interessensgruppen und FachexpertInnen über Anwendungsmöglichkeiten, Biosicherheitsfragen und rechtliche Aspekte zu Genome Editing sowie über Herausforderungen und mögliche Handlungskorridore für eine Kommerzialisierung von Genome Editing zu sprechen. Im Zentrum stand dabei die rechtliche Situation, die sich durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) am 25.07.2018 ergeben hat.

  • Der zweite Workshop ist für das Frühjahr 2019 zu sozioökonomischen Aspekten von Genome Editing geplant.

  • Der dritte Workshop wird im Oktober 2019 in Tutzing stattfinden und sich mit dem Thema Kennzeichnung und Wahlfreiheit bei Lebensmitteln auseinandersetzen.